Google Glass Programmierer

Werdet zum Google Glass Pionier

Wie Ihr bereits wisst, ist unser Team seit einiger Zeit im Besitz der viel diskutierten Google Glass. In diesem Post möchten wir Euch zeigen mit welchen Features und welcher Hardware die Brille zu euch nach Hause kommt und welchen ersten Eindruck das Gerät bei uns hinterlassen hat. Ist die Brille wirklich so revolutionär wie sie anmutet ? Ist sie so selbsterklärend wie ein Apple Produkt ? – Oder steckt das ganze doch noch in den Kinderschuhen ?

Google Glass Entwickler aus Bremen

Die Brille kommt in einer eleganten weißen Verpackung ohne viel Schnick Schnack daher. Man könnte nun behaupten das Ganze sei von einem anderen großen Elektronikkonzern abgekupfert, allerdings ist weniger im Sumpf der vielen Eindrücke, dem der Kunde heute ausgesetzt ist, eben manchmal einfach mehr. Beim Öffnen der Box zeigt sich die Kontinuität des schlichten Designs bei dem das Hauptaugenmerk auf die Brille gelegt wurde. Kurze Instruktionen auf der Verpackung verraten wie es mit der Brille losgehen kann.

Google Glass Entwickler aus Bremen

Die Brille ist trotz der darin enthaltenen technischen Innovationen erstaunlich leicht. Sie liegt gut in der Hand, ein wenig fragil vielleicht, aber trotzdem sehr hochwertig. Über unsere Farbauswahl lässt sich zwar streiten, aber schaut man sich auf http://www.google.com/glass/start/ die verschiedenen Varianten und Kombinationsmöglichkeiten der Brille an, dürfte für den interessierten Kunden mit Sicherheit etwas dabei sein. Trotz des sehr viel schwerer anmutenden rechten Bügels ist die Brille hervorragend ausbalanciert und trägt sich wie eine ganz normale Brille sehr komfortabel.

Google Glass Entwickler aus Bremen

Außerdem in der Verpackung enthalten sind: eine Tragetasche, Aufladegerät und ein Ohrstecker. Beim Blick auf die Tasche offenbart sich mir jedoch zum ersten Mal, dass man Google Glass nicht wie herkömliche Brillen zusammenklappen kann. In an Betracht der Technik, die in den Bügeln steckt ist dieser Umstand zwar logisch, doch bringt dies der Brille für den Gebrauch im Alltag Minuspunkte, denn Sehhilfe, Sonnenbrille, Google Glass das sind schon ordentlich viele Brillen, die man in der Zukunft in seiner Handtasche mit sich herum zu tragen hat.

Google Glass Entwickler aus Bremen

Nach dieser Erkenntnis geht es nun an die Brille selbst:

Den Instruktionen folgend macht man sich sofort daran das gute Stück einmal ein bisschen auszuprobieren. Eingeschaltet wird die Brille über einen runden Knopf auf der Innenseite des rechten Bügels. OK GLASS und es kann losgehen !

Die Arbeit mit der Brille ist zunächst sehr ungewohnt aber gleichzeitig auch unglaublich faszinierend. Der kleine Bildschirm, der auf das Prisma projiziert wird, soll laut Angaben des Herstellers die Größe eines 25 Zoll HD-Bildschirmes haben, den man mit einer Entfernung von etwa zwei Metern betrachtet. Den besten Blick auf den Bildschirm hat man bei etwas gedämmten Licht. Bei sehr hellen Lichtverhältnissen scheint der Bildschirm zu verschwinden. Längere Texte oder gar Zeitungen zu lesen dürfte über einen längeren Zeitraum sehr anstrengend sein und Websiten werden für die Zukunft nicht über eine Anpassung an diese neue technische Errungenschaft hinweg kommen – falls denn die Brille im Alltag überhaupt anklang finden sollte. Insgesamt kann man den Bildschirm aber sehr gut erkennen und den Blick auch ohne große Anstrengung zwischen diesem und der Realität hin und her bewegen.

Zur Bedienung befindet sich an der Außenseite des rechten Bügels ein Touchpad welches sehr gut reagiert. Durch Streichen und Tippen kann man sich durch die vorinstallierten Apps bewegen. Dies ist auch durch Sprachsteuerung und Kopfbewegungen möglich, mit denen man sich im ersten Moment allerdings etwas anfreunden muss. Ich stelle mir nun eine Zukunft vor in der Menschen durch den Bahnhof laufen und vehement den Satz : OK GLASS rufen, weil die Sprachsteuerung, laut Hersteller, eben nur in Bereichen mit angemessener Lautstärke voll funktionsfähig ist. Wir hatten leider das Gefühl, dass die Brille selbst in unserem ruhigen Büro leicht willkürlich reagiert. Bei einigen von uns reagierte die Brille tadellos auf alle möglichen Sprachbefehle bei anderen immer nur sporadisch.

Mit dem Befehl OK Glass beendet der Bildschirm übrigens den Standby Modus und schaltet sich wieder ein. Einen anderen Befehl, den man am Anfang für die ersten Spielereien gerne benutzt ist der Befehl : OK Glass – Take a picture ! – und ZACK ist das Foto auch schon geschossen. Dieses reicht zwar nicht an die Qualität der beliebtesten Smartphones heran, aber für einen Prototypen macht das Ganze schon ziemlich viel her. Angeblich soll diese Funktion auch via Kopfnicken und Zwinkern möglich sein, was wir aber noch nicht feststellen konnten.

Ein weiteres Feature der Brille mit der wir uns gleich zu Beginn beschäftigt haben ist eines , das uns in den Bereich der „Augmented Reality“, zu deutsch : erweiterte Realität, führt. Dieses Feature ermöglicht die Übersetzung von Texten ohne dass man einen Unterschied zur Realität feststellt. Wir haben dies zunächst mit Zeitschriften Covern ausprobiert, welche aber scheinbar noch etwas zu unruhig für das Programm sind. Mit dem einfachen Text : Hello my name is Google Glass hatte das Ganze zwar immer noch seine Schwächen, doch hält man den Kopf gerade kann man einen kurzen Moment später durch die Brille die Korrekte Übersetzung des Textes sehen,so als wäre sie dort genauso in der Wirklichkeit vorhanden. Bewegt man den Kopf zu viel kann es aber auch passieren, dass man dort einige ganz verrückte Übersetzungsvorschläge bekommt. Mein persönlicher Favorit : Götterspeise.

Leider befindet sich weder in der Verpackung noch auf der Internetseite von Google Glass eine Liste mit Befehlen oder Features für den Einsteiger, welche doch sehr hilfreich gewesen wären, für den Umgang mit einem noch nie dagewesenen Produkt. Die Möglichkeiten für eine ansprechende, informative und gleichzeitig stilvolle Bedienungshilfe wären groß gewesen. Auf meiner Suche nach so einer Hilfe stieß ich auf ein beigelegtes FAQ, welches mir sagt ich sei ein Pionier und ein Architekt einer neuen Welt – man bekommt das Gefühl Teil etwas Großem – etwas Übergeordnetem zu sein ! Doch dann zerbricht dieses Konstrukt ziemlich schnell in sich zusammen, denn das FAQ besteht aus Fragen zum Anwendungsbereich der Google Glass etwa – Kann ich mit der Brille tauchen ? Wie sieht es aus mit Fahrrad fahren ? Ist die Brille für jedermann ? Diese Fragen werden alle mit einem Nein beantwortet oder immer in Abhängigkeit zu bestimmten Situationen gestellt. Es stellt sich die Frage : Für wen ist Google Glass eigentlich gemacht ?

Für uns und auch für mich ganz klar : Noch nicht für Otto Normal und Max Mustermann. Google Glass ist ein Prototyp der seinesgleichen sucht ohne Frage. Es geht in erste Linie darum von der Bedienung via Touchpad weg zu kommen und die Steuerung komplett durch Bewegungen und Sprachbefehle zu ermöglichen. Also die Hände frei zu bekommen für wichtigere Dinge z.B. Das Lenkrad. Navigationssysteme wären hier ein Stichwort, doch wurde die Brille in Großbritannien bereits für das Autofahren verboten, da die Ablenkungsgefahr einfach zu groß zu sein scheint. Doch mit Fantasie und Ideenreichtum lassen sich Bereiche finden in denen die Brille mit intelligenten Apps unverzichtbar wäre. Im Bereich des Leistungssports eröffnet sich ein ungeahntes Potenzial – der Blick zum Pulsmesser wäre gestern gewesen.

Google Glass Entwickler aus Bremen

Für Unternehmen auf der anderen Seite, verspricht die Brille von sehr viel größeren Nutzen zu sein. Im Bereich der Logistik etwa, kann die Brille Kommissionierungsarbeiten vereinfachen und verschnellern. Nicht zuletzt könnten die Kassiererinnen des Supermarktes der Zukunft eine solche Datenbrille tragen und über Sprachsteuerung ohne Unterbrechung der Arbeit mit ihren Kolleginnen kommunizieren und so Abläufe und Prozesse noch weiter optimieren.

Zusammenfassend ist Google Glass noch nicht dazu bereit unseren Alltag zu erobern. Zum einen wären da noch einige technische Probleme, die dem Mehrwert gegenüber einem Smartphone oder einer smarten Armbanduhr im Alltag entgegenstehen, sei es nun die noch ungenaue Sprachsteuerung oder die Unmögliche Bedienung bei schlechten Lichtverhältnissen. Die Gesellschaftlichen Stigmata, die ein Träger einer solchen Brille im Alltag noch zu ertragen hat einmal ganz außen vor gelassen. Doch wird Dank der Datenbrille, der Begriff „Augmented Reality“ in Zukunft mit Sicherheit ein fester Bestandteil in unserem Sprachgebrauch werden und Google kann zurecht von sich behaupten diesen Stein aus der Science Fiction in die Realität geworfen und ins rollen gebracht zu haben. Man liest über so interessante Dinge wie, eine Tastatur, die auf die Handfläche projiziert wird und mit der man wie gewohnt Texte schreiben kann. Die Möglichkeiten stehen den App Entwicklern offen, doch noch wurde das Potenzial der Brille im Bereich der App Entwicklung noch nicht ausgeschöpft. Wir als Team sind stolz darauf unseren Beitrag dazu leisten zu können und versuchen mit neuen Ideen und Inspirationen den Stein den Google ins Rollen gebracht hat kontinuierlich rollen zu lassen und eventuell noch an Geschwindigkeit zuzunehmen.

1 Kommentar

  1. Das ist aber eine tolle Erfindung. Vielen dank für den interessanten Artikel und die Informationen. Bald werde ich mir die Brille auch zu legen.

    Gruß Anna

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